Dokumentation - Erste Internetprojekt-Phase - 2003 bis 2005 .

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Zielsetzung und Konzept.
Seit meinem Wechsel an die Freiburger Musikhochschule und der damit verbundenen beruflichen Sicherheit konnte ich dieses Gehörbildungs-Projekt stufenweise professionalisieren. Auch aufgrund der sehr guten Ausstattung der Musikhochschule mit Computern stellte ich sämtliche Dateien für das Musikdiktat ins Internet, um allen Gehörbildungs-Studenten eine Übemöglichkeit zu eröffnen.
 
Zudem schwebte mir im Laufe der Zeit eine bessere Betreuung der vielen Studenten in der Musikdiktat-Situation im Vorlesungssaal vor, anstatt überwiegend "nur" am Flügel vorzuspielen, mündliche Erläuterungen zu geben und Lösungsstrategien an die Tafel zu notieren. Daraus ergab sich die Idee, auch im Hörsaal eine Internet-ähnliche Situation herzustellen: Per Fernbedienung Standard MIDI Files aufzurufen, um durch die Reihen wandern und nützliche Hilfen vor Ort geben zu können. Die Umsetzung dieser Idee hat es erstmals im Wintersemester '2004 '2005 gegeben: Per Beamer und Laptop mithilfe einer Logitech "BlueTooth"-Maus sowie dem "Virtual Sound Canvas" von Roland wurden den Studierenden diverse Klangdateien über die HiFi-Anlage des Hörsaals zu Gehör gebracht. (siehe auch Link! "Klangverbesserung in der Musikdiktat-Vorlesung " ab dem Sommersester '2005)
 
Programmieransätze - 2003 .
Die Möglichkeit, technische Medien durch Computerprogramme zu steuern, veranlasste mich trotz recht bescheidener Kenntnisse in Software-Programmierung zum ersten Schritt des Internet-Projekts "w w w . j s hoeren . d e".
 
Hauptsache in der Vorbereitungs- und Planungsphase war, eine möglichst hohe Browser-Kompatibilität zu erreichen. Die größten Schwierigkeiten lagen allerdings bei der nur annähernd praktikablen Lösung für den Anwender, die Klangdateien über einen Software-Medienplayer in musikalisch variabler Weise wiedergeben zu können: Tempobeeinflussung, Vor- und Zurückspringen zu Cue-Points etc.
 
Nach anfänglichen Versuchen, z.B. mit Microsoft "ActiveX"*, vergingen einige vorlesungsfreie Zeiten damit, die richtige Programmiersprache für das Projekt zu finden, die über "normales" dynamisches Web-Publishing, also HTML plus JavaScript, hinausgehen.
 
Start des Internetprojekts - März bis April 2004 .
Obwohl die Link! Mediensteuerungsprobleme nach wie vor nicht richtig gelöst werden konnten, fand ich Anfang 2004 mit der Open Source-Software "PHP" eine sehr leistungsstarke, zukunftsträchtige Programmierbasis, meine vielen Standard MIDI Files für das Musikdiktat per Internet zu organisieren. Für die Sound-Ausgabe kam das Apple "QuickTime 6.5"-Browser-Plugin zum Einsatz, mit besagten Komfort-Einschränkungen.
 
Im Sommersemester '2004 machte ich meine Studenten erstmals auf die neue Übemöglichkeit aufmerksam, und einige Studenten nahmen ihre Übungen per Internet auf; die Rückmeldungen waren bisher durchweg positiv.
 
Erste Erweiterung des Internetprojekts - August bis September 2004 .
Im Sommer 2004 legte ich letzte Hand an die erste Projektphase: Die letzten noch fehlenden Klangdateien wurden erstellt, außerdem mehr oder weniger wichtige Dokumentationen zu der Einteilung der Übungen in Lektionen, zu den Fehlern in den Lehrbüchern  -  durch Überprüfung anhand der Originalliteratur, sowie diese Projektdokumentation.
 
Zweite Erweiterung des Internetprojekts - Oktober 2004 bis Januar 2005 .
Im Winter '2004 '2005 versuchte ich erstmals, das Tempo-Problem zu lösen. Übergangsweise fand ich die restlichen Download-Möglichkeiten des YAMAHA "MIDPLUG for XG" - Browser-Plugins, welches z.Z. nicht mehr unterstützt wird. Es sticht aus einer Reihe kleinerer Plugins hervor, weil es ein variables Tempo und nebenbei die  -  m.E. nicht ganz so wichtige  -  Funktion der Transponierbarkeit unterstützt. Einzige Komfort-Einschränkung hierbei: Kein Slider für den (Wieder-) Beginn des Abspielvorgangs an einer beliebigen Stelle. Trotzdem kommt es wegen seiner äußerst nützlichen, musikalisch so wichtigen Funktion der Tempovariierung ab sofort zum Einsatz!
 
Dritte Erweiterung des Internetprojekts in der Musikhochschule - Februar bis Dezember 2005 .
Übemöglichkeit in der Musikhochschule: Seit dem SS 2005 haben Studierende der Musikhochschule, die keinen eigenen Computer besitzen, in der Hochschulbibliothek die Möglichkeit, an einem Desktop-PC Übungen im Musikdiktat durchzuführen. Da dieser Rechner nicht mit dem Internet verbunden ist, wurde eine virtuelle Server-Umgebung mit WAMPP* geschaffen und sämtliche Websites des Internets* lokal auf den Rechner gelegt, so dass auf diese lokalen Dateien mit verschiedenen Browsern zugegriffen werden kann.
 
Klangverbesserung in der Musikdiktat-Vorlesung: Dem Vorteil der Plattformunabhängigkeit durch Verwendung von Standard MIDI Files steht der Soundkarten-abhängige, z.T. enorme Verlust von Klangqualität entgegen. Als Klangverbesserung in der Musikdiktat-Vorlesung verwende ich seit dem Sommersemester '2005 Klangdateien in CD-Audio-Qualität (WAV-Dateien). Erstellt wurden diese mithilfe von Steinberg "Cubase VST" unter Einbindung des Native Instruments "KOMPAKT" - VST-Plugins, das die Übedateien mit Samples aus der East West Sounds Inch. "Silver Edition" wiedergeben kann, z.B. mit einem sehr schönen Steinway B-Flügel-Sound.
 
Diese WAV-Dateien kommen jedoch nur im hochschulinternen Bereich für die Musikdiktat-Vorlesung zum Einsatz. Für das Internet werden sie jedoch ebenso wenig zur Verfügung stehen wie -  als ihre komprimierte Variante  -  MP3-Dateien, da deren Festspeicherbedarf* etwa um den Faktor 70 zu 1 höher ist als bei den Standard MIDI Files.
 
Übeabschnitte in der Musikdiktat-Vorlesung: Für die Wiedergabe der WAV-Dateien setze ich die Audio-Software Adobe "Audition 1.5"* ein, welche über eine exzellente Ausstattung mit verschiedenen Arten von Cues (Cue-Points) verfügt. Mit genau definierten Bereichen zwischen zwei Cues lassen sich alle Klangbeispiele somit auch abschnittsweise vorgeben.
 
 

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